[Review] Deftones - Saturday Night Wrist
Verfasst: 04.04.2007, 01:24
DEFTONES - Saturday Night Wrist
Maverick Records
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Tracklist:
01. Hole in the Earth
02. Rapture
03. Beware
04. Cherry Waves
05. Mein
06. U, U, D, D, L, R, L, R, A, B, Select, Start
07. Xerces
08. Rats! Rats! Rats!
09. Pink Cellphone
10. Combat
11. Kimdracula
12. Riviere
Runtime: 50:24 min
Das die Deftones eine absolute Ausnahmeband sind, und das über enorm viele Genregrenzen hinweg, muss ich glaub ich nicht erst sagen. Wer das anders sieht und meint, dass gehöre hier nicht hin...Pech! Wer immer noch denkt, die Deftones wären eine "New Metal"-Band...selbst Schuld! Alles in Allem hat die Platte seit ihrem Erscheinen viele Monate gebraucht, um richtig zu zünden! Doch was sich nach etlichen Durchläufen hier offenbart hat, ist schlichtweg eins der großartigsten Alben aller Zeiten!
In den ersten paar Durchläufen erschleicht einen das Gefühl, die Deftones würden sich auf "Saturday Night Wrist" einfach nur noch selbst kopieren, aber das stimmt so nicht. Taucht man wirklich ein bisschen tiefer ab in die Atmosphäre, besinnt sich auf die superben Gesangsmelodien und achtet man auf die subtil eingestreuten elektronischen Elemente und Samples, wird einem nach und nach klar, dass sich doch einiges getan hat. Vor allem zum relativ rauhen und ziellos wirkenden Vorgänger (Achtung: Nicht schlechtem Vorgänger!) hat man sich dieses Mal eher darauf konzentriert, mehr in die Tiefe zu gehen. Die gesamte Platte wirkt sehr getragen und schwebend, wenn man mal von den zwei etwas wüsteren Stücken "Rapture" und "Rats! Rats! Rats!" absieht, die beide irgendwo zwischen Screamo und vertracktem, chaotischen Hardcore anzusiedeln sind, natürlich aber nicht ohne die typischen Deftones Trademarks. Alle anderen Songs leben von Gefühlsausbrüchen in Mitten von Stimmungstiefs, unverwechselbaren Melodien und düsteren Klangteppichen und sind schlicht und ergreifend nicht zu kategorisieren, da die Deftones ihren unverwechselbaren eigenen Sound haben. Songs wie "Beware" oder "Xerces" strotzen nur so vor unkitschiger Melancholie und zeigen eine Band, die nie ihre Integrität in ihre ganz eigene Klangwelt verloren, aber sich dennoch stets weiterentwickelt hat. Spätestens seit dem Meilenstein "White Pony" jedenfalls...
Nun...es macht eigentlich wenig Sinn noch weiter um den heissen Brei zu reden. "Saturday Night Wrist" ist ein perfektes Album geworden, dass meiner Meinung nach sogar dazu in der Lage ist, "White Pony" in den Schatten zu stellen, zumindest in seiner Schlüssigkeit und Gesamtwirkung. Ich kann mir eigentlich vorstellen, dass jeder der Poison the Well, Tool oder Isis, aber auch The Cure mag, wirklich Gefallen an der Platte finden kann und wird. Ich lege wirklich jedem die Platte ans Herz, der auf atmosphärische, zeitlose und anspruchsvolle Musik steht. Ein Meilenstein...und zwar schon der zweite dieser Band!
10 von 10 Punkten
Discographie:
1995 - Adrenaline
1997 - Around the Fur
1998 - Live
2000 - White Pony
2001 - Back to School (Mini Maggit) EP
2003 - Deftones
2005 - B-Sides & Rarities
2006 - Saturday Night Wrist
http://www.myspace.com/deftones
Maverick Records
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Tracklist:
01. Hole in the Earth
02. Rapture
03. Beware
04. Cherry Waves
05. Mein
06. U, U, D, D, L, R, L, R, A, B, Select, Start
07. Xerces
08. Rats! Rats! Rats!
09. Pink Cellphone
10. Combat
11. Kimdracula
12. Riviere
Runtime: 50:24 min
Das die Deftones eine absolute Ausnahmeband sind, und das über enorm viele Genregrenzen hinweg, muss ich glaub ich nicht erst sagen. Wer das anders sieht und meint, dass gehöre hier nicht hin...Pech! Wer immer noch denkt, die Deftones wären eine "New Metal"-Band...selbst Schuld! Alles in Allem hat die Platte seit ihrem Erscheinen viele Monate gebraucht, um richtig zu zünden! Doch was sich nach etlichen Durchläufen hier offenbart hat, ist schlichtweg eins der großartigsten Alben aller Zeiten!
In den ersten paar Durchläufen erschleicht einen das Gefühl, die Deftones würden sich auf "Saturday Night Wrist" einfach nur noch selbst kopieren, aber das stimmt so nicht. Taucht man wirklich ein bisschen tiefer ab in die Atmosphäre, besinnt sich auf die superben Gesangsmelodien und achtet man auf die subtil eingestreuten elektronischen Elemente und Samples, wird einem nach und nach klar, dass sich doch einiges getan hat. Vor allem zum relativ rauhen und ziellos wirkenden Vorgänger (Achtung: Nicht schlechtem Vorgänger!) hat man sich dieses Mal eher darauf konzentriert, mehr in die Tiefe zu gehen. Die gesamte Platte wirkt sehr getragen und schwebend, wenn man mal von den zwei etwas wüsteren Stücken "Rapture" und "Rats! Rats! Rats!" absieht, die beide irgendwo zwischen Screamo und vertracktem, chaotischen Hardcore anzusiedeln sind, natürlich aber nicht ohne die typischen Deftones Trademarks. Alle anderen Songs leben von Gefühlsausbrüchen in Mitten von Stimmungstiefs, unverwechselbaren Melodien und düsteren Klangteppichen und sind schlicht und ergreifend nicht zu kategorisieren, da die Deftones ihren unverwechselbaren eigenen Sound haben. Songs wie "Beware" oder "Xerces" strotzen nur so vor unkitschiger Melancholie und zeigen eine Band, die nie ihre Integrität in ihre ganz eigene Klangwelt verloren, aber sich dennoch stets weiterentwickelt hat. Spätestens seit dem Meilenstein "White Pony" jedenfalls...
Nun...es macht eigentlich wenig Sinn noch weiter um den heissen Brei zu reden. "Saturday Night Wrist" ist ein perfektes Album geworden, dass meiner Meinung nach sogar dazu in der Lage ist, "White Pony" in den Schatten zu stellen, zumindest in seiner Schlüssigkeit und Gesamtwirkung. Ich kann mir eigentlich vorstellen, dass jeder der Poison the Well, Tool oder Isis, aber auch The Cure mag, wirklich Gefallen an der Platte finden kann und wird. Ich lege wirklich jedem die Platte ans Herz, der auf atmosphärische, zeitlose und anspruchsvolle Musik steht. Ein Meilenstein...und zwar schon der zweite dieser Band!
10 von 10 Punkten
Discographie:
1995 - Adrenaline
1997 - Around the Fur
1998 - Live
2000 - White Pony
2001 - Back to School (Mini Maggit) EP
2003 - Deftones
2005 - B-Sides & Rarities
2006 - Saturday Night Wrist
http://www.myspace.com/deftones