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Runtime: 27:33 min
01. Thieves
02. Commoditism
03. Holy Shackles
04. Empires
05. The black Page
06. Life Advocate
07. Manhunt
08. Plutocracy
09. Shut it down
Gegen Anfang des Jahres bin ich auf Myspace (na sowas) über ein Video von Animosity gestolpert. "The black Page" nannte sich der Song, der da sehr sympathisch in Szene gesetzt wurde. Abriss im eigenen Wohnzimmer / Garten. Cool. Metalblade Europe hat wohl endlich den Braten gerochen und vertreibt nun hier auch die Blackmarket Activities-Releases, was meines Wissens nicht immer de Fall war. Somit landet also die zweite Full Length der Floridianer namens "Empires" auf meinem Tisch, mit einem Jahr Verspätung.
Und ich weiß garnicht, wo ich anfangen soll...denn die Scheibe ist ungefähr ein zehnschneidiges Schwert. Zu den Fakten: Animosity spielen technischen Deathmetal mit Hardcore-Elementen, die aber eher überschaubar sind. Wer auf technischen Deathmetal aus Übersee steht, dem werden Cryptopsy sicherlich was sagen. Von denen scheinen Animosity mindestens die "And then you'll beg" förmlich eingeatmet zu haben. Auf jeden Fall ne ganz anständige Referenz, würde ich sagen. Besser als die Kanadier kriegen das Animosity aber leider nicht hin. Die Songs sind zwar allesamt ziemlich cool und neben dem bereits oben erwähnten "The black Page" gibt es noch eins zwei weitere, kleine Hits...ansonsten verliert sich "Empires" allerdings irgendwie mit der Zeit in langer Weile. Zumindest, wenn man nicht mit voller Aufmerksamkeit zuhört. Denn dann erst offenbaren sich die super Arrangements und die Scheibe fängt an Spaß zu machen. Generell eine Eigenschaft, die man zu schätzen wissen kann [...], aber bei Animosity schlägt sich jede Nachlässigkeit in Puncto Aufmerksamkeit in absoluter Langeweile nieder. Irgendwie auch nicht Sinn der Sache...
Fazit: Schwieriger Fall. Einerseits ist mir die Band sehr sympathisch, die Musik anspruchsvoll arrangiert und trotzdem nicht zu extrem verschnörkelt. Aber irgendwie ist da der Wurm drin. Wenn ich auch nur ein bisschen weniger aufmerksam auf Arrangements und Songwriting achte, langweilt mich die Platte sofort zu Tode und ich komme über die Hälfte nicht hinaus, ohne sie unbedingt ausschalten zu wollen. Nichts gegen Bands, bei denen man genauer hinhören "muss", aber die meisten von denen schaffen es auch, beim nebenbei hören zu gefallen. Was mir bei Animosity so ein bisschen fehlt. Außerdem sind sie die schlechteren Cryptopsy, denn die machens vor, wie man es richtig macht...meine Wertung ist also als großzügig zu verstehen!
6 von 10 Punkten
Discographie:
2003 - Shut it down
2005 - Empires
http://www.myspace.com/animositysf