[Review] The Ocean - Aeolian

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omerta
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[Review] The Ocean - Aeolian

Beitrag von omerta »

THE OCEAN - Aeolian

Metal Blade

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Runtime: 52:55 min


01. The City in the Sea
02. Dead serious and highly professional
03. Austerity
04. Killing the Flies
05. Une Saison en Enfer
06. Necrobabes.com
07. One with the Ocean
08. Swoon
09. Queen of the Food-Chain
10. Inertia


Großartig, wie sich The Ocean gemacht haben. Als sie seinerseits ihre erste EP "Fogdiver" in die Läden kam, kaufte ich sie mir mehr zufällig und war sehr zufrieden. Das folgende Album "Fluxion" gefiel mir dann allerdings nur streckenweise. Doch was die Berliner Jungs auf ihrem neuesten Output "Aeolian" vom Stapel lassen, sucht seinesgleichen! Verdienter Weise veröffentlicht man die Scheibe jetzt auch per Metal Blade...
Der Opener prophezeit die Marschrichtung der Scheibe: Weniger cineastische Instrumental-Passagen, höheres Tempo, mehr Vocals. Überhaupt erinnert nur noch wenig an die Debüt-EP. Das Material ist fast durchweg von chaotischerem HC beeinflusst...und weniger von der Neurosis-Schule. Obwohl man sagen muss, dass da The Ocean noch gekonnt einige Brücken zu ihrer letzten Scheibe schlagen, die musikalisch genau zwischen der EP und "Aeolian" steht. So hat sich nun abgezeichnet, dass The Ocean von Release zu Release härter geworden sind und das steht ihnen auch ganz gut. Ein extremes Beispiel für diese Entwicklung ist "Une Saison en Enfer", der sehr an Converge und Konsorten erinnert. Mit vielen Breaks und Gefrickel hat dieser nicht mehr so viel mit älterem Material gemein...dies steht der Platte aber dennoch ausgesprochen gut. Auffällig ist auch "Queen of the Food-Chain", welcher schon auf der Demo aus dem Jahre 2002 enthalten war...mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass hier der ganze Song von Sean Ingram (Ex-Coalesce) eingesungen wurde! Für mich als alten Coalesce-Fan auf jeden Fall großartig! Es ist noch weitere Prominenz auf "Aeolian" vertreten...Tomas Hallborn (Breach) und Nate Norton (Converge / Old Man Gloom) geben sich die Ehre. Der letzte Song "Inertia" besinnt sich nochmal auf "alte Zeiten" zurück und The Ocean fahren verspielte Instrumetal-Parts auf...genau das Richtige, um eine Platte zu beenden!
Fazit: The Ocean haben sich extrem weiter entwickelt und haben deutlich an Härte und Tempo zugelegt. Besonders die härteren Parts haben mir auf "Fluxion" nicht immer so gut gefallen, hier passt aber einfach alles! Die Gastbeiträge wirken sich auch positiv aus...auf "Aeolian" wird kurzum einiges geboten. Vielleicht sollte abschliessend noch erwähnt werden, dass dieses Album sozusagen eine thematische Fortsetzung von "Fluxion" ist. Aber wie auch immer...diese Scheibe ist großartig und hat sehr gute 9 Punkte verdient!

9 von 10 Punkten


Discographie:
2002 - Demo
2003 - Fogdiver
2004 - Fluxion
2005 - Aeolian


http://www.theoceancollective.com
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Beitrag von .self preservation. »

jup. rundum gelungenes werk. hoffe ich seh die jungs nochma live.
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