[Review] Between the Buried and me - Colors
Verfasst: 09.10.2007, 17:10
BETWEEN THE BURIED AND ME - Colors
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Running Time: 64:04 min
Tracklist:
01. Foam born a) The Backtrack
02. Foam born b) The Decade of Statues
03. Informal Gluttony
04. Sun of Nothing
05. Ants of the Sky
06. Prequel to the Sequel
07. Viridian
08. White Walls
Großes Kino ist wohl die Grundidee hinter "Colors" gewesen, als es ans Songwriting ging. BTBAM war ja noch nie eine Band, die eingleisig gefahren ist...geschweige denn eine Band, die sich von Genregrenzen hat abschrecken lassen. Das ist generell ne gute Sache und resultierte auch bisher in guten bis sehr guten Platten. Dementsprechend gespannt war ich auf das neue Werk, dessen einfacher Titel viel versprach.
Viel...das ist dann auch das, was auf "Colors" passiert. Bei den zwei zueinander gehörigen Eröffnungstracks ist das ganze aber noch recht übersichtlich im positiven Sinne. Es werden wieder ne Menge Skills gezeigt, vor allem was das Riffing angeht...und im zweiten Teil "Foam born b) The Decade of Statues" gibt es wieder einige Jazz-Einsprengsel. Bis hier hin also keine großen Überraschungen, dafür aber BTBAM in Bestform. Danach fängt die Platte allerdings an, sich richtig zu entfalten. "Informal Gluttony" z.B. startet mit ritisch anmutenden Klängen und orientalischen Leads und geizt bei knapp 7 Minuten auch nicht mit Spielzeit. Aber die wollen noch mehr, die nächsten zwei Tracks sprengen deutlich die 10-Minuten-Marke. Vor allem "Ants of the Sky" schlägt dabei für meinen Geschmack über die Stränge, als im letzten Drittel irgend ein Hillbilly-Part einsetzt. Außerdem gibt es generell immer mal wieder ein paar Elemente, die man sonst eher auf Mr. Bungle-Releases erwartet hätte. Das zeugt zwar von musikalischer Vielfalt, geht aber stellenweise doch ein bisschen zu weit. Die vielen Opeth-Zitate müssten auch nicht unbedingt sein, fügen sich aber noch relativ homogen ins Soundbild von "Colors" ein.
Nun ja...es fällt mir etwas schwer, diese Platte richtig zu bewerten. Sie fordert auf jeden Fall eine Menge Geduld und Toleranz von jedem Hörer ab. Und ich mag es generell immer experimentell, stellenweise wird man aber einfach erschlagen von der Dichte an Stilmitteln. Nichts desto Trotz ist das musikalische Niveau auf dieser Platte natürlich wie gewohnt sehr hoch. Aber auch alte BTBAM-Fans werden ihre Zeit brauchen, in diese Platte reinzukommen. Denn auch wenn man es gewohnt ist von dieser Band..."Colors" bricht doch mit enorm vielen Strukturen und ist insgesamt auch noch x mal progressiver, als die vorherigen Werke. Produziert wurde wieder mal im gleichen Studio vom gleichen Produzenten, auf diesem Gebiet gibt es also keine Überraschungen. Ansonsten ist denke ich im Rahmen des möglichen alles gesagt und meine Punktevergabe demnach auch relativ nachvollziehbar...
7 von 10 Punkten
Discographie:
2002 - Between the Buried and me
2003 - The silent Circus
2005 - Alaska
2006 - The Anatomy of...
2007 - Colors
http://www.myspace.com/betweentheburiedandmeband
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Running Time: 64:04 min
Tracklist:
01. Foam born a) The Backtrack
02. Foam born b) The Decade of Statues
03. Informal Gluttony
04. Sun of Nothing
05. Ants of the Sky
06. Prequel to the Sequel
07. Viridian
08. White Walls
Großes Kino ist wohl die Grundidee hinter "Colors" gewesen, als es ans Songwriting ging. BTBAM war ja noch nie eine Band, die eingleisig gefahren ist...geschweige denn eine Band, die sich von Genregrenzen hat abschrecken lassen. Das ist generell ne gute Sache und resultierte auch bisher in guten bis sehr guten Platten. Dementsprechend gespannt war ich auf das neue Werk, dessen einfacher Titel viel versprach.
Viel...das ist dann auch das, was auf "Colors" passiert. Bei den zwei zueinander gehörigen Eröffnungstracks ist das ganze aber noch recht übersichtlich im positiven Sinne. Es werden wieder ne Menge Skills gezeigt, vor allem was das Riffing angeht...und im zweiten Teil "Foam born b) The Decade of Statues" gibt es wieder einige Jazz-Einsprengsel. Bis hier hin also keine großen Überraschungen, dafür aber BTBAM in Bestform. Danach fängt die Platte allerdings an, sich richtig zu entfalten. "Informal Gluttony" z.B. startet mit ritisch anmutenden Klängen und orientalischen Leads und geizt bei knapp 7 Minuten auch nicht mit Spielzeit. Aber die wollen noch mehr, die nächsten zwei Tracks sprengen deutlich die 10-Minuten-Marke. Vor allem "Ants of the Sky" schlägt dabei für meinen Geschmack über die Stränge, als im letzten Drittel irgend ein Hillbilly-Part einsetzt. Außerdem gibt es generell immer mal wieder ein paar Elemente, die man sonst eher auf Mr. Bungle-Releases erwartet hätte. Das zeugt zwar von musikalischer Vielfalt, geht aber stellenweise doch ein bisschen zu weit. Die vielen Opeth-Zitate müssten auch nicht unbedingt sein, fügen sich aber noch relativ homogen ins Soundbild von "Colors" ein.
Nun ja...es fällt mir etwas schwer, diese Platte richtig zu bewerten. Sie fordert auf jeden Fall eine Menge Geduld und Toleranz von jedem Hörer ab. Und ich mag es generell immer experimentell, stellenweise wird man aber einfach erschlagen von der Dichte an Stilmitteln. Nichts desto Trotz ist das musikalische Niveau auf dieser Platte natürlich wie gewohnt sehr hoch. Aber auch alte BTBAM-Fans werden ihre Zeit brauchen, in diese Platte reinzukommen. Denn auch wenn man es gewohnt ist von dieser Band..."Colors" bricht doch mit enorm vielen Strukturen und ist insgesamt auch noch x mal progressiver, als die vorherigen Werke. Produziert wurde wieder mal im gleichen Studio vom gleichen Produzenten, auf diesem Gebiet gibt es also keine Überraschungen. Ansonsten ist denke ich im Rahmen des möglichen alles gesagt und meine Punktevergabe demnach auch relativ nachvollziehbar...
7 von 10 Punkten
Discographie:
2002 - Between the Buried and me
2003 - The silent Circus
2005 - Alaska
2006 - The Anatomy of...
2007 - Colors
http://www.myspace.com/betweentheburiedandmeband