Metalblade

Running Time: 45:47 min
01. Film Critiques and Militia Men
02. Dread prevailed
03. It runs in the Family
04. Send the Death Storm
05. Prey for Eyes
06. Responsibles
07. Midas Touch
08. Tread on the Necks of Kings
09. It came from over there
10. Intelligence has been compromised
11. Open eyed Beast Attack
12. Birdbath
13. Bone Needle
14. Seminar
Da ist es wieder, das No Go: Der "New Hate, cool Price!"-Sticker. Ich kann mir nicht helfen...ich finde diesen Slogan nach wie vor unterirdisch dämlich. Egal...The Red Chord, neue Platte, endlich! Dieses Jahr schon als wahnsinnig gute und authentische Liveband auf europäischen Bühnen unterwegs gewesen, nun auch auf Konserve mit neuem Futter.
Und was für reichhaltigem Futter! Hat der Vorgänger "Clients" bei mir noch eher verhältnismäßig zerfahren und schlussendlich dann etwas dünn gewirkt, vor allem im Vergleich zum unglaublichen Debüt, kann "Prey for Eyes" wieder einiges reissen! Die Zeiten der relativ klassischen Grindelemente in Verbindung mit Gefrickel und Mosh waren ja mehr in Richtung Metal gewandert, aber auf dem aktuellen Werk kommt von diesem ursprünglichen Einfluss wieder etwas mehr zum Vorschein. Generell ist zwischen dem ganzen Geratter viel Platz für verspielte und teilweise sphärische Parts, in denen vor allem die beiden Gitarristen sehr aufblühen. Gefällt mir! Der Titeltrack ist da ein gutes Beispiel für die Stärken und die Vielseitigkeit dieser Platte! Und genau diese Vielfältigkeit hat der letzten Platte meiner Meinung nach gefehlt und ist im aktuellen Fall das beste Argument, um am Ball zu bleiben. Man entdeckt immer wieder sehr experimentierfreudige Parts, die vor Atmosphäre und Spielereien nur so strotzen (Synthies in "It came from...") ...ansonsten wird wie gewohnt geknüppelt! Am Ende hat man wie auf der "Clients" auch wieder einen Song mit Überlänge als Rauswerfer, dieser ist aber im Gegensatz zum Rest nicht so gut wie der auf der letzten Platte.
Wie dem auch sei...The Red Chord haben mit "Prey for Eyes" alles richtig gemacht! Nach dem hammermäßigen Debüt und einem etwas undurchsichtigen Zweitwerk ist nun bei der bekanntlich so wichtigen dritten Platte alles bestens und ich kann sie eigentlich nur jedem empfehlen, der für extremen Metal oder Grindcore was übrig hat! Und noch was zum Schmunzeln: Der Drummer von The Red Chord heisst tatsächlich Brad Fickeisen...
8 von 10 Punkten
Discographie:
2002 - Fused together in revolving Doors
2005 - Clients
2007 - Prey for Eyes
http://www.myspace.com/theredchord