[Review] Koma - Tsunami

Musik Reviews und Filmberichte
Antworten
omerta
PA Redakteur
PA Redakteur
Beiträge: 5644
Registriert: 11.02.2005, 10:03
Wohnort: gotham city
Kontaktdaten:

[Review] Koma - Tsunami

Beitrag von omerta »

KOMA - Tsunami

Bild

Runtime: 37:58 min


01. Stop making Speeches
02. Like coming Home
03. Just another Host
04. One of us must hang
05. The Hour
06. Not in my Name
07. One last Comment
08. Fifth Colon (I've seen Evil)


Schon ein bisschen älter ist "Tsunami" von Koma. 2004 haben sie dieses wunderbare Album veröffentlicht, in ihren Reihen befinden sich unter anderem Mitglieder von Cult of Luna. Und ganz wage geht es auch in eine ähnliche Richtung, zumindest von der Stimmung des Materials.
Der Opener "Stop making Speeches" fängt relativ ruhig an, neigt dann aber zu emotionalen Ausbrüchen. Schnell fällt einem die sehr gute (und auch recht individuelle) Clean-Stimme des Sängers auf, die auch in instrumentalen Stimmungsausbrüchen nicht dazu neigt zu schreien. Das war auf der ersten Demo von Koma noch anders, aber ich vermisse dieses Element jetzt nicht sonderlich, denn die Musik auf "Tsunami" kommt sehr gut ohne Geschrei aus. Die Melodiebögen im Gesang sind wirklich großartig und schaffen im Zusammenspiel mit der schon sehr tragenden instrumentalen Seite eine wahnsinnig beeindruckende und melancholisch anmutende Atmosphäre. "One of us must hang" zum Beispiel lebt sehr von seinem großartigen Refrain und bekommt durch das instrumentale Ende eine spezielle Note...und genau dieses instrumentale Ende könnte sich noch zehn Minuten länger hinziehen, wenn es nach mir ginge. Unglaublich, was für eine Atmosphäre sich da aufbaut! Auch der folgende Track "The Hour" glänzt mit großartigen Gesangsmelodien und Gitarrenwänden. "One last comment" hebt sich als vorletzter Track nochmal durch besonders ruhige Arrangements ab, bevor es mit "Fifth Colon (I've seen evil)" begeisternd zu Ende geht.
Insgesamt ist "Tsunami" eine großartige Platte, die ihrem Titel meiner Meinung nach auch völlig gerecht wird. Nicht wegen der Härte...denn das Material ist alles andere als extrem...sondern eher wegen der Atmosphäre. Die kommt bedrohlich, dunkel und melancholisch daher und wird Freunde von Bands wie Neurosis, Cult of Luna oder Isis sicherlich Begeisterung entlocken können, auch wenn Koma deutlich kompakter agieren und auf Überlänge weitesgehend verzichten. Letztendlich könnten sich halt die Geister am Gesang scheiden, aber an sich ist an dem nichts auszusetzen und er gibt eben der Platte auch das gewisse etwas, so dass die Songs hängen bleiben. Sollte man unbedingt kennen (lernen), wenn man auf die oben genannten Bands steht.

9 von 10 Punkten


Discographie:

2001 - Demo
2002 - Demo
2004 - Tsunami

http://www.komamusic.com
Duffy
Roadie
Roadie
Beiträge: 253
Registriert: 01.03.2004, 22:50
Wohnort: BERLIN - KREUZBERG

Beitrag von Duffy »

genau das dort gesungen wird, hebt die aufjedenfall hervor :o
kenne zwar nur einen song aber der ist fett...
und das cover gefällt auch :o
omerta
PA Redakteur
PA Redakteur
Beiträge: 5644
Registriert: 11.02.2005, 10:03
Wohnort: gotham city
Kontaktdaten:

Beitrag von omerta »

die zwei demos gibts übrigens auf der website der band als download. checken!
Antworten