Abacus Recordings -06.09.2005
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Runtime: 41:41 min
01. Play dead...and i'll play along
02. O.A.S.D.
03. Cleansed by Silence
04. She's strychnine
05. Nil :: Solaris
06. Lecturing Raskolnikov (Or how to properly stab an old Widow)
07. You're not carving deep enough
08. Shut up, i'm trying to worry
09. Signature
10. A Prelude of Things worse to come
Wie lange hab ich schon darauf gewartet...nachdem ich die Demo von "She's strychnine" gehört hatte, war mir klar, dass die neue Scheibe von Ion Dissonance ein absoluter Killer werden wird. Und ich war mir auch sicher, dass sie die "Breathing is irrelevant" noch toppen würde. Ich sollte Recht behalten!
"Solace" macht ab den ersten Takten klar, wer Herr im Hause Chaos- / Mathcore ist. Mit einer Produktion, die sich absolut gewaschen hat...und zwar von Yannick St-Amand (Despised Icon, Beneath the Massacre), gemastered wurde von Alan Douches (Unearth, Shadows Fall). Erstes Highlight ist "O.A.S.D.", der mit Stakkato-Mosh-Parts in irrwitzigem Tempo glänzt. Wie zerfahren, hektisch, mathematisch und chaotisch das Ganze ist, brauch ich wohl keinem zu erzählen, der auch nur einen Song von Ion Dissonance kennt. Der nächste Knaller lässt nicht lange auf sich warten: "She's strychnine", den es ja schon vorab als Demo Version (MP3's hier) als Download gab. Ich muss allerdings gestehen, dass mir die Demo Version etwas mehr gefällt, trotzdem ist das Teil auch in der LP-Version ein Übersong (bei dem man mal versuchen kann sich vorzustellen, wie man dazu wohl moshen könnte - viel Spaß!). Bis hin zum 11-minütigen Epos und Rausschmeisser "A Prelude of Things worse to come" ändert sich nichts an der Marschrichtung, aber die Genialität von Ion Dissonance ist einfach auch bei wenig Abwechslung nur beeindruckend. Der Rausschmeisser selbst ist recht doomig und atmosphärisch, eine Seite von Ion Dissonance, die sicherlich nie sehr in den Vordergrund rücken wird, die aber eine weitere interessante Facette im Gesamtbild von "Solace" bildet.
Fazit: Ion Dissonance haben sich selbst übertroffen. Selten habe ich eine extremere Platte aus diesem Genre gehört, nie eine Genialere! Auf "Solace" wird das Superlativ in mehrerlei Hinsicht ausgereizt. Da können grad noch eben so The End mithalten, die allerdings deutlich auf Platz 2 liegen, und zwar mit Abstand! Wer Mathcore, Chaoscore und so weiter mag, sollte sich diese Platte anhören!!! Auf ihr tummeln sich so viele Highlights, dass man garnicht weiß, wo man anfangen soll. Für mich ist es bisher die Platte 2005 und ich glaube nicht, dass da noch irgendwas kommt, was "Solace" von diesem Thron stoßen kann.
10 von 10 Punkten