Label: DIY
VÖ: 09/2008
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Tracklist:
Far From Horizon
01. Abandon Something
02. Ophelia
03. How To Find The Gasleak With A Lighter
04. 5 Guys 1 Cake
05. Let's Talk About Feelings, Shall We?
06. Outro
Cult Of Gaia
07. Es Werde
08. Loblied auf Pandora
09. Ares
10. Leviathan
Spielzeit: 44:04 min
Das Split Release der beiden deutschen Bands ist in eigener Regie entstanden und beginnt mit FAR FROM HORIZON aus Bielefeld. Wie die Namensähnlichkeit schon erahnen lässt, lehnen sich die Jungs an die Engländer von BRING ME THE HORIZON (gewollt oder ungewollt) an und bieten schnellen und drückenden Deathcore. Dieser kann auf dem Silberling vorallem durch die fette Produktion überzeugen. Aufgenommen wurde das Teil in den Münchener Helion Studios und klingt wie bei etablierten Bands - inwieweit da aber vielleicht per Computer nachgeholfen wurde, kann ich nicht sagen. Ungeachten dessen lässt der Sound so kaum Wünsche offen, vorallem die Mosh- und Downtempoparts haben es in sich. Dazu gesellen sich melodische Gitarrenriffs, die sich auch mal auf kleine Soli einlassen und durch den keifenden und growlenden Gesang den perfekten Rahmen erhalten. Also für ein Debüt ist das wirklich eindrucksvoll, auch wenn mir nach 4 von den 5 Songs die Abwechslung fehlt. Da ich vor kurzem mit MANY THINGS UNTOLD und NIGHTSHADE zwei junge Bands des gleichen Genre's für mich entdeckt habe, liegt der Vergleich zu beiden nah, und die Bielefelder sind auf einem guten Weg dorthin. Vielleicht noch ein bisschen mehr eigene Note und Abwechslung, dann dürften FAR FROM HORIZON für gut Wind sorgen - solang dieses Genre noch Leute interessiert. CULT OF GAIA aus Aschaffenburg widmen sich mit deutschen Texten eher einem Mix aus Hardcore, Black- und Thrashmetal zu. Ohne Textblatt kann man trotzdem kaum was vom gesungenen Wort verstehen, keifend und düster präsentiert sich Fronter Moritz und bringt dadurch gut Atmosphäre rein. Das liegt vorallem daran, dass der Gesang stets gegenüber den Instrumenten dominiert. Auch so besticht die Band durch ein abwechslungsreiches Songwriting und teilweise leicht chaotische Passagen, wie auch disharmonische Gitarren. Das hält sich alles sehr gut in Waage. Anspieltipp ist aufjedenfall der letzte Track "Leviathan". Mit nur vier Songs sind CULT OF GAIA leider etwas zu kurz gekommen, können auf der Split aber eindeutig durch das Songwriting punkten. Das Release lässt von beiden Bands auf mehr hoffen!
Punkte: 7 / 10
Disco:
2008 - Far From Horizon / Cult Of Gaia - Split
http://www.myspace.com/cultofgaia
http://www.myspace.com/farfromhorizon