Label: Trustkill Records / SPV Records
VÖ: 25.04.2008
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Tracklist:
01. Ember Drive (feat. Corey Taylor)
02. My Last Stand (feat. Corey Taylor)
03. No Saving Me
04. House Of The Rising Sun
05. Addicted (feat. Corey Taylor)
Spielzeit: 22:36 min
Es stand Post aus dem Lager TRUSTKILL ins Haus und so wurde hektisch der Briefumschlag zerrissen, das Infosheet in den Ecke geschmissen und die CD im Player platziert. Als dann die ersten seichten Töne des jüngsten WALLS OF JERICHO Outputs erklangen, kam die Vermutung eines elend langen Intros nah, doch nichts da! Es bleibt bescheiden ruhig, denn mit REDEMPTION bringen WOJ eine EP heraus, in der Frontfrau Candace aufzeigt, dass sie nicht nur gut ins Mikro brüllen kann, sondern auch gesanglich etwas drauf hat. Immerhin haben sie dieses Projekt schon satte sechs Jahre geplant und immer wieder vor sich hergeschoben. Doch nun hat es endlich geklappt und es erwartet einen auf der fünf Songs umfassenden digitalen EP, neben dem bereits auf "With Devils amongst us all" enthaltenen "No Saving Me", ein ganz anderes Gesicht der Band. Zugegeben, die Songs können nach einigen Durchläufen sehr überzeugen, wenn auch "No Saving Me" in der gleichen Version wie auf dem letzten Album enthalten ist. Der Coversong "House Of The Rising Sun" (möchte mal wissen wieviel Bands diesen Song schon verbratet haben) ist auch sehr ansehnlich. Doch als ich in den News etwas von einer neuen EP las und diese von Corey Taylor (seines Zeichen Sänger bei Slipknot und Stone Sour) produziert wurde und alle völlig aus dem Häuschen waren wie toll die Zusammenarbeit klappte und wie fasziniert man von seinem Gegenüber sei, hatte ich statt dieser bedächtigen Klänge eigentlich einen gewaltigen Tritt in den Arsch erwartet. Songs dieser Art machen sich wunderbar als Abwechslung auf einem Album, was ja schon bei "With Devils amongst us all" gut lief, aber als einzelne EP wird es wohl nur einen geringen Teil ansprechen. Womöglich kommt dieses Release auch deshalb nur auf digitaler Form daher?! Candace kann singen, soll sie auch, aber REDEMPTION war dann doch nicht wirklich mein Ding, wenn auch die Produktion stimmig ist und alles, aber ehrlich gesagt warte ich wohl lieber weiter ungeduldig auf den Sommer, wenn das neue Album erscheinen wird - und dann sicher auch wieder in gewohnter WOJ Manier. Fazit: Angenehmer Spaziergang in andere Gefilde, aber wohl nur was für Leute, für die ein Tellerand keine Grenze darstellt!
Punkte: 7 / 10
Disco:
1999 - A Day and a thousand Years EP
2000 - The Bound feed the Gagged
2004 - All Hail the Dead
2006 - With Devils amongst us all
2008 - Redemption (Digital EP)
http://www.wallsofjericho.tv