Label: Century Media Records - http://www.centurymedia.de
VÖ: 28.01.2008
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Tracklist:
01. A Cold Day In Hell
02. Anthems Of Apocalypse
03. The Impaler
04. Decimate The Weak
05. Origins And Endings
06. Angels Of Debauchery
07. Reloaded
08. Unbreakable
09. One Body Too Many
10. Legions
Spielzeit: 36:57 min
Das Fazit dieses Reviews ist in zwei Worten schnell zusammengefasst: Sofort kaufen! Wem das als Einschätzung noch nicht reichen sollte, dem möchte ich mit ein paar zusätzlichen Worten "Decimate The Weak" beschreiben. Die Kalifornier waren noch in den Anfangstagen als "Bleak December" unterwegs, bis sie sich dann in WINDS OF PLAGUE umbenannt haben, was wohl einer Textzeile von UNEARTH's "Endless" zu Grunde liegt. Nach einer Promo im Jahre 2006 kommt jetzt schon via Century Media das zweite Full Length auf den Markt und das kann sich einfach mal sehen lassen. Schwerer Deathcore mit einer gesunden Portion an Keyboardsamplen knallt hier in jeder Minute auf einen herein. Allein das Intro zeugt schon von enormen Druck und wäre wohl der Paradesound für jeden "Rächerfilm", haha. Wenn man einen direkten Stil innerhalb der Songs suchen mag, wird eines wohl als erstes auffallen: der Wechsel von schnellen und melodiösen Gitarrenriffs in tonnenschwere Downtempoparts, die ich ähnlich schon bei EMMURE abfeiern konnte. Zwar ist es Geschmackssache ob man diese Herangehensweise in jedem Song machen sollte, da die Tracks aber wirklich vor Abwechslung nur so strotzen und gerade mal diese Temporückgänge kontinuierlich fortgeführt werden, ist das verzeihbar! WINDS OF PLAGUE begeistern mich mit einer großen Bandbreite, so gibts jede Menge Bree Bree, schicke Soli, chaotische Parts, reine todmetall Attacken und recht epische Soundsamples im Hintergrund, die vorallem in Kombination mit dem Schlagzeug für ordentlich Atmosphäre sorgen. Ähnlich wie man es zum Beispiel von BLEEDING THROUGH oder DEADLOCK kennt. Mit "Reloaded" gibt es dann noch einen reinen Hardcorebrocken. Hier wurde weitesgehend auf die Stilmittel der restlichen Platte verzichtet, dennoch bleibt es gewohnt hart und moshig. Für die Produktion von "Decimate The Weak" zeichnet sich Tue Madsen und Daniel Castleman verantwortlich, die beide hier echt gute Arbeit geleistet haben.
Live konnten mich WINDS OF PLAGUE nicht ganz so begeistern, aber jetzt auf Scheibe und mit diesen orchestralen Samples und der richtig geilen Produktion kann ich echt nur positive Worte über diese Band verlieren! Es gibt keine wirklichen Längen oder Einbrüche und auf den knapp 40 Minuten wird so einiges geboten. Wer auf Bands wie DESPISED ICON, EMMURE oder SUICIDE SILENCE gut klarkommt sollte hier unbedingt reinhören, wenn auch die Kalifornier ein Tick verspielter sind - mich stört das dagegen weniger! Top Scheibe!
Punkte: 9 / 10
Disco:
2008 - Decimate The Weak
2006 - Promo
2005 - A Cold Day In Hell
http://www.myspace.com/windsofplague