Rise Records / Ferret Music
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Running Time: 37:44 min
01. Goats on a Boat
02. Number Three, never forget
03. HTML rulez D00d
04. Hey John, what's your Name again?
05. Don’t dink and drance
06. You can't spell Crap without "C"
07. This Song is called
08. Reptar, King of the Ozone
09. The Scorpion Deathlock
10. Nickels is Money too
The Devil wears Prada sind neben Job for a Cowboy einer der MySpace-Hypes der letzten Jahre. Bei dem Material, dass ich bisher von ihnen zu Hören bekam, fragte ich mich eigentlich immer, warum dem so war. Metalcore, sehr amerikanischer, sonst keine großen Auffälligkeiten...abgesehen von dem Namen, der schon irgendwo speziell klingt.
Nun ja...mit "Plagues" ist jetzt die zweite Full Length in Kooperation mit einem recht sympathischen Label, nämlich Ferret Music, erschienen. In der Regel kommt von dem Laden annehmbares bis richtig gutes Zeug, diese Platte allerdings geht mir sofort auf den Sack. The Devil wears Prada versuchen nämlich so ziemlich alles was irgendwann mal cool war oder grad cool ist unter einen Hut zu kriegen: Metalcore, ab und an ein paar pseudo-brutale und dissonante Riffs, ständig übertönt von ekligen Keyboard- und Synthieflächen und nicht auszuhaltenden cleanen Gesangsparts, die immer nach dem selben Schema angelegt sind. Tempo runter, flächige Akkorde und auf poppig geschaltet. Danach wieder möglichst ein brutaler Breakdown, um nicht das Gesicht zu verlieren und Keyboards all the Way. Klingt, als wenn die Band aus Ohio versuchen würde, ältere Job for a Cowboy mit Underoath und Mercury Switch in ein Korsett zu zwängen. Und scheitert, zumindest in meinen Ohren, gnadenlos an der völlig ausbleibenden Identität.
Eigentlich ist alles gesagt. The Devil wears Prada präsentieren auf "Plagues" einen Soundcocktail, der nach allem und nichts klingt und schaffen es dabei sogar, am Ende noch merklich abzufallen. Da will bei mir garnichts hängen bleiben, da wird nur geklaut und gespickt...eigene Identität völlig vergeblich gesucht. Die miserablen und krampfhaft auf witzig getrimmten Songtitel ändern daran auch nichts, ganz im Gegenteil. Die Produktion geht klar, homogen und tight wirkt es auch, was die Christen da abliefern. Aber das reicht nicht, um auch nur nen Blumentopf zu gewinnen. Bei Fans von Müll wie Enter Shikari oder Bring me the Horizon wird es aber dann sicherlich doch für mehr reichen, die Anforderungen an Musik werden bei dieser Zielgruppe aber sicherlich andere sein als bei mir. Zeitverschwendung!
3 von 10 Punkten
Discographie:
2006 - Dear Love: A beautiful Discord
2007 - Plagues
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