Label: guideline records
VÖ: 08.05.2007
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Tracklist
01. intro
02. all alone
03. the final cut
04. reject
05. so far away
Spielzeit: 12:03 min
Zum ersten mal Notiz habe ich von dieser Band bei ihrem Auftritt Anfang des Jahres im Chemnitzer Bunker genommen. Und, ich kann es einfach nicht anders sagen, die Jungs haben mich mit ihrem sympathischen Auftreten und nicht zuletzt natürlich auch mit ihrer Musik vom ersten Moment an vollkommen vom Hocker gerissen.
Diese Klasse, von der sicherlich jeder überzeugt ist, der So Far Away schon mal live gesehen hat, dürfte wohl nicht zuletzt auch einer der Gründe sein, weshalb „All Alone“ eines der am meisten herbeigesehnten Veröffentlichungen einer deutschen Hardcore Band der letzten Jahre ist. Und nach ständigen Querelen mit den ehemaligen Labels ist das Werk nun auch endlich über Guideline Records erschienen.
Für alle, die tatsächlich noch nichts von der Band gehört haben ist wohl erst einmal eine kleine Einordnung in die zwar verhassten aber wohl oder übel manchmal ganz nützlichen musikalischen Schubladen recht interessant. So Far Away spielen sehr sehr sehr melodischen Old School Hardcore, der vor Energie nur so strotzt, was sowohl an der genialen eingängigen musikalischen Umsetzung liegt, wie auch am Gesang, der egal ob clean oder geschrieen, gespickt mit einem Haufen Sing-A-Longs, einfach unglaublich mitreißend und kraftvoll rüber kommt.
Alle, die die Band schon gesehen und/oder gehört haben, wissen spätestens jetzt, dass sie auf dieser EP also genau das bekommen, was sie von der Band kennen und erwartet haben.
Hardcore, der durch Mark und Bein geht. Erinnert fühle ich mich dabei an Gruppen wie Bane, Stretch Arm Strong oder ähnliche saugute melodic HC Acts. Von der Intensität und Leidenschaft her, die So Far Away an den Tag legen, erreichen sie meiner Meinung nach stellenweise sogar schon beinahe die beeindruckende Power von Life Long Tragedy.
Eigentlich ist damit auch schon alles gesagt, denn auszusetzen gibt es an dieser EP wirklich kaum etwas, außer dass sie viel zu kurz ausgefallen ist, weil man sich beim Hören nur wünscht, dass diese Songs nie enden mögen.
Punkte: 9/10
Discographie:
2007 – all alone (EP)
Link: http://www.myspace.com/sofarawayhc