Label: Bridge9 Records
VÖ: 08.08. 2006
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Tracks:
01. Life is hard enough
02. Watch me sink
03. Armed wich a mind
04. About face
05. The unbreakable
06. Old man II (Last words and lessons learned)
07. Song of shame
08. To us fools
09. Something more than Ink
10. The machinist
11. Watch me rise
Spielzeit: 25:59 min
"The Things We Carry" ist mit Sicherheit eines der schwersten Reviews, dass ich hier schreiben musste. Nicht nur weil Have Heart wohl derzeit "Everybody´s Darling" sind und die Silvesterimpressionen noch auf mir lasten, sondern viel mehr weil die Demo und die nachfolgende EP einen immensen Status bei mir besitzen. Ich will ehrlich sein, als ich die Scheibe das erste mal im CD Wechsler hatte, legte ich sie frustriert weg und stellte mir die Frage warum neuerdings jede Band diesen melodiösen Midtempo Hardcore machen muss??? Letztendlich habe ich mir das Album dann doch noch mal vorgenommen und erst nach dem 5. oder 6. Mal wirkte "The Things We Carry".
Bereits nach dem Übergang von "Life is hard enough" zu "Watch me sink" kracht es das erste Mal. Sowohl textlich als auch musikalisch. Have Heart bieten neben relativ schnellen Oldschool Parts immer wieder langsame melodische Parts, die vor Wut und Verzweiflung nur so strotzen. Heraus sticht dabei die prägnante Stimme des Sängers Patrick Flynn, die vielleicht weniger rotzig als zu "What Counts" Zeiten ist, aber deswegen nichts von ihrer Eindringlichkeit verloren hat. Was ich zu Beginn noch als melodiösen Midtempo Hardcore kritisiert habe, entwickelt sich mehr und mehr zu einem facettenreichen Album. Highlights für mich waren definitiv "The Unbreakable" und "Old man II". "The Unbreakable" mit soviel Energie hat etwas hymnenhaftes und gleich darauf "Old man II" was in schierer Melancholie zu enden scheint. Textlich schafft es die Band immer wieder mitzureißen. Nicht zuletzt ist "Something more than Ink", was ja bereits auf dem Vorgänger war, ein Beweis dafür.
Fazit: Hätte ich eine Bewertung zu diesem Album zum Releasedate geschrieben, wäre das Urteil sicherlich vernichtend ausgefallen. Im Nachgang muss ich mich da revidieren. Super Album!!! Have Heart haben damit definitiv einen musikalischen Turn aufgezeigt. "The Things We Carry" ist nicht mehr der angepisst rotzige Hardcore wie zu "Lionheart" Zeiten, sondern eine facettenreiche Scheibe, die mit der Zeit durch das Wechselspiel von Energie und Melodie, gepaart mit starken Lyrics, einfach überzeugt.
Punkte: 9 / 10
Disco:
Demo 2003
What Counts (Think Fast Records) 2004
The Things we Carry (Bridge9 Records) 2006
http://www.myspace.com/haveheart