05.05.2006 Record-Release von Final Prayer im Tommy Haus
-
Antagonist der Dynastien
- Konzertbesucher

- Beiträge: 35
- Registriert: 01.05.2006, 14:03
- Wohnort: Spree-Neiße-Kreis
05.05.2006 Record-Release von Final Prayer im Tommy Haus
Noch immer brennen mir einige Dinge bezüglich der Releaseparty von und mit Final Prayer unter den Nägeln. Zusammenfassend muss man sagen, dass der Abend einfach umwerfend genial war, was schon beim Anblick des Innenhofes des Tommy-Hauses begann, da gerade dort der, ich denke, dass es ein Kirschbaum ist, begonnen hat seine Blütenknospen zu enfalten und ein wirklich entspannendes Ambiente vor dem großen Sturm geboten hat, was jedoch nur wenige wahrgenommen zu haben schienen. Absolut gelungen meines Erachtens nach auch die Organisation um die Distributionstände und den Verkauf des veganen Essens. Ich war bereits beim Kosten der Donauwelle überwältigt, was der Kirsch-Streuselkuchen vor Deadsoil jedoch noch überbieten konnte. Ein Wenig spät haben sich dann „Working Dead“ auf bzw. vor der Bühne aufgebaut. Der Sound während ihrer Vorstellung hat mich nicht wirklich umgehauen, was vielleicht aber auch an dem zunehmend unsynchron wirkenden Zusammenspiel gelegen hat. Auch die Ansagen des Frontmanns schienen eher gegen als vielmehr für das Publikum zu sein. Doch ungeachtet all dessen, fand ich die Jungs trotzdem wirklich sympathisch, was wahrscheinlich daran gelegen hat, dass genau die Dinge, die eben jener Frontmann den Besuchern entgegenschleuderte auch mir extrem aufstossen und zwar nahezu jedes Mal, wenn ich zu einem Hardcorekonzert gehe: die beschissene Luft, die durch Zigarettenqualm verursacht einiges an Konzertfeeling zerstört hat; die ewige oberflächliche Identifikation des Hardcore durch Buttons, Stickern, Hoodies etc, was nicht heißen soll, dass der Kram schlecht ist; das scheinbar reine Verkommen der Bewegung und deren Konzerte zu Unterhaltungszwecken. Man mag mich übertrieben und als Ewiggestrigen beschreiben, dennoch: „I still believe in what has fallen apart.“
Teamkiller als zweite auf der Bühne haben dann den Laden erst einmal richtig zum Kochen gebracht. Noch nie ganz die Truppe meines geschmacklichen Vertrauens gewesen, muss ich ihnen dennoch immer wieder Respekt zollen, wie sie es schaffen das Publikum um sich zu scharren, zu singalongs und dem üblichen diven zu animieren. Den in meinen Augen danach jedoch um Welten besseren „Deadsoil“ hat man dann jedoch nicht einmal den ihnen gebührenden Respekt gezollt, was sich darin manifestierte, dass nahezu der ganze Saal leer war und man sich lieber zum gemeinsamen Bier trinken vor dem Tommy-Haus gesellte. In gewisser Hinsicht nicht nur respektlos, sondern auch absolut nicht nachvollziehbar, war doch der Sound absolut genial gemischt, die Band in unnachahmlicher Bestform und vor allem die neuen Songs einfach großartig. Das hat richtig viel Vorfreude auf das neue Album „Sacrifice“ gemacht. Etwas positives hatte es auch, ich konnte einmal ohne Rücksicht auf die Leute um mich herum alles geben und die Musik leibhaftig genießen. Nach der letzten Umbaupause war es dann auch so weit, Final Prayer auf der Bühne und damit für jeden vor der Bühne mehr als eine Stunde ein richtig dickes Brett in die Fresse. Der Sound war auf dem Höhepunkt, die Songs des neuen Albums haben mehr als ihren Zweck erfüllt und auch die Statements von Final Prayer haben ihr Übriges getan. Da hat mir sogar der Micha bei „Best of times“ mal richtig zugesagt. Nichts zu meckern also in der Hinsicht, nur das die blöde ausgeliehene Digitalkamera ständig zum Überbelichten geneigt hat und Stephan damit zum Teil aussieht, als würde er nie das Tageslicht sehen.
Fazit: Ein vom organistaorischen Stadnpunkt her gesehen rundum gelungener Abend, der für mich neben einigen negaitiven Aspekten, im Großen und Ganzen jedoch einschneidend war, vor allem weil es auch das erste HC-Konzert eines meiner besten Freunde war, den ich im Vorfeld überreden konnte wenigstens Mal mitzukommen und am Ende hat es ihn mehr umgeblasen als mich selbst.
Teamkiller als zweite auf der Bühne haben dann den Laden erst einmal richtig zum Kochen gebracht. Noch nie ganz die Truppe meines geschmacklichen Vertrauens gewesen, muss ich ihnen dennoch immer wieder Respekt zollen, wie sie es schaffen das Publikum um sich zu scharren, zu singalongs und dem üblichen diven zu animieren. Den in meinen Augen danach jedoch um Welten besseren „Deadsoil“ hat man dann jedoch nicht einmal den ihnen gebührenden Respekt gezollt, was sich darin manifestierte, dass nahezu der ganze Saal leer war und man sich lieber zum gemeinsamen Bier trinken vor dem Tommy-Haus gesellte. In gewisser Hinsicht nicht nur respektlos, sondern auch absolut nicht nachvollziehbar, war doch der Sound absolut genial gemischt, die Band in unnachahmlicher Bestform und vor allem die neuen Songs einfach großartig. Das hat richtig viel Vorfreude auf das neue Album „Sacrifice“ gemacht. Etwas positives hatte es auch, ich konnte einmal ohne Rücksicht auf die Leute um mich herum alles geben und die Musik leibhaftig genießen. Nach der letzten Umbaupause war es dann auch so weit, Final Prayer auf der Bühne und damit für jeden vor der Bühne mehr als eine Stunde ein richtig dickes Brett in die Fresse. Der Sound war auf dem Höhepunkt, die Songs des neuen Albums haben mehr als ihren Zweck erfüllt und auch die Statements von Final Prayer haben ihr Übriges getan. Da hat mir sogar der Micha bei „Best of times“ mal richtig zugesagt. Nichts zu meckern also in der Hinsicht, nur das die blöde ausgeliehene Digitalkamera ständig zum Überbelichten geneigt hat und Stephan damit zum Teil aussieht, als würde er nie das Tageslicht sehen.
Fazit: Ein vom organistaorischen Stadnpunkt her gesehen rundum gelungener Abend, der für mich neben einigen negaitiven Aspekten, im Großen und Ganzen jedoch einschneidend war, vor allem weil es auch das erste HC-Konzert eines meiner besten Freunde war, den ich im Vorfeld überreden konnte wenigstens Mal mitzukommen und am Ende hat es ihn mehr umgeblasen als mich selbst.
-
überbollo
- Roadie

- Beiträge: 317
- Registriert: 09.09.2004, 10:49
Re: 05.05.2006 Record-Release von Final Prayer im Tommy Haus
wie süß.Antagonist der Dynastien hat geschrieben:dass genau die Dinge, die eben jener Frontmann den Besuchern entgegenschleuderte auch mir extrem aufstossen und zwar nahezu jedes Mal, wenn ich zu einem Hardcorekonzert gehe: die beschissene Luft, die durch Zigarettenqualm verursacht einiges an Konzertfeeling zerstört hat; die ewige oberflächliche Identifikation des Hardcore durch Buttons, Stickern, Hoodies etc, was nicht heißen soll, dass der Kram schlecht ist; das scheinbar reine Verkommen der Bewegung und deren Konzerte zu Unterhaltungszwecken.
-
Antagonist der Dynastien
- Konzertbesucher

- Beiträge: 35
- Registriert: 01.05.2006, 14:03
- Wohnort: Spree-Neiße-Kreis
Es ist leider wie mit jeder Bewegung, irgendwann scheinen anfangs gesetzte Ideale durch mangelndes Bewusstsein zur Realität und dem Befassen mit entsprechenden Ursachen zur simplen Massenbewegung ohne jegliche Selbstreflektion zu verkommen. Politische Sachkritik finde ich nicht nur in der Hardcorebewegung, sondern im Gegenteil dazu mehr noch im politischen Chanson oder Folk. Für einige bedeutet die straigth edge und Vegetarier-Bewegung jedoch noch wirklich etwas, wahrscheinlich sind das aber Menschen, die sich weit ab von jeglichem Foren nicht durch Diskreditierung anderer zu profilieren brauchen.
-
evil-in-vegas
- Promoter

- Beiträge: 4254
- Registriert: 02.03.2004, 16:33
- Wohnort: dresden
- Kontaktdaten:
-
StartToday
- Roadie

- Beiträge: 347
- Registriert: 04.09.2005, 15:42
- Wohnort: Berlin
-
SevEreD
- Promoter

- Beiträge: 4344
- Registriert: 15.03.2003, 14:51
- Favorite Music: Systral
- Wohnort: Dresden
- Kontaktdaten:
-
überbollo
- Roadie

- Beiträge: 317
- Registriert: 09.09.2004, 10:49
anfangs gesetzte Ideale sind ja oft mangelndes bewusstsein zu realität und die blinde begeisterung für eine "bewegunt" oder "szene" rührt aus mangelnder selbstreflketion....anyway.Antagonist der Dynastien hat geschrieben:Es ist leider wie mit jeder Bewegung, irgendwann scheinen anfangs gesetzte Ideale durch mangelndes Bewusstsein zur Realität und dem Befassen mit entsprechenden Ursachen zur simplen Massenbewegung ohne jegliche Selbstreflektion zu verkommen.
die aussagen vom sänger von the working dead waren allerdings noch eine stufe ironischer, als du sie dir jetzt ausgelegt hast.
-
Antagonist der Dynastien
- Konzertbesucher

- Beiträge: 35
- Registriert: 01.05.2006, 14:03
- Wohnort: Spree-Neiße-Kreis
Ideale sind an der Wirklichkeit angelehnte Bestrebungen und die Einsicht in die Notwenigkeit bestehende Verhältnisse zu ändern. Erst wenn es nicht zu einer gezielten Analyse der dynamischen Strukturprozesse und dem simplen Erweitern primär proklamierter Thesen, also den eigentlichen Idealen kommt, werden ursprüngliche Ideale irgendwann unsinnig. [historisch, dialektischer Materialismus]
Man kann mir wirklich alles erzählen, aber das angebliche Realisten den einzig gangbaren Weg einschlagen, ist vollständig irrational.
[fundamentale Ideen - Bildung - Analyse - Kritik]
Wahrscheinlich kommt jetzt der nächste und will mir mit seinem medial verbrämten Wortschatz erklären, dass ich ein Fundi bin.
Man kann mir wirklich alles erzählen, aber das angebliche Realisten den einzig gangbaren Weg einschlagen, ist vollständig irrational.
[fundamentale Ideen - Bildung - Analyse - Kritik]
Wahrscheinlich kommt jetzt der nächste und will mir mit seinem medial verbrämten Wortschatz erklären, dass ich ein Fundi bin.
-
Bahoo
- Roadie

- Beiträge: 378
- Registriert: 06.01.2006, 15:29
- Wohnort: Berlin
- Kontaktdaten:
geht das wieder los.... lasst doch den leuten ihre meinung. es kann wohl keiner hier bestreiten, dass sich die alten ideale um einiges verschoben haben. wie man das nun betrachtet und bewertet, bleibe jedem selbst überlassen
ich fand den abend auch super!!! wobei ich working dead nicht gesehen habe und deadsoil langweilig fand, ist nicht mein geschmack. haette mich wesentlich mehr gefreut, wenn teamkiller als dritte band gespielt haetten, aber war auch so sehr schick und final prayer haben dann eh alles weggeblasen zum schluss. ach, ich weiss gar nicht, was ich sagen soll....
ich fands einfach nur gross

wobei ich die alithia release show noch nen tick stimmiger und atmosphärisch besser fand... aber auch nur nen tick
ich fand den abend auch super!!! wobei ich working dead nicht gesehen habe und deadsoil langweilig fand, ist nicht mein geschmack. haette mich wesentlich mehr gefreut, wenn teamkiller als dritte band gespielt haetten, aber war auch so sehr schick und final prayer haben dann eh alles weggeblasen zum schluss. ach, ich weiss gar nicht, was ich sagen soll....
ich fands einfach nur gross
wobei ich die alithia release show noch nen tick stimmiger und atmosphärisch besser fand... aber auch nur nen tick
-
knifed
- Bandmitglied

- Beiträge: 1111
- Registriert: 07.05.2005, 17:43
Idealismus von einer Szene einzuklagen, die sich vor Jahren selbst davon "befreit" hat und deren gezielte Analyse heute darauf beschränkt ist was Kirschbetty X und und Bollotrendinese Y da nur wieder am Leib tragen, ist mehr als naiv. Diese Erkenntnis ist wohl der Grund für die Reaktionen hier.Antagonist der Dynastien hat geschrieben:Ideale sind an der Wirklichkeit angelehnte Bestrebungen und die Einsicht in die Notwenigkeit bestehende Verhältnisse zu ändern. Erst wenn es nicht zu einer gezielten Analyse der dynamischen Strukturprozesse und dem simplen Erweitern primär proklamierter Thesen, also den eigentlichen Idealen kommt, werden ursprüngliche Ideale irgendwann unsinnig. [historisch, dialektischer Materialismus]
Man kann mir wirklich alles erzählen, aber das angebliche Realisten den einzig gangbaren Weg einschlagen, ist vollständig irrational.
[fundamentale Ideen - Bildung - Analyse - Kritik]
Wahrscheinlich kommt jetzt der nächste und will mir mit seinem medial verbrämten Wortschatz erklären, dass ich ein Fundi bin.
-
marcoctacle
- Roadie

- Beiträge: 490
- Registriert: 22.08.2005, 17:24
show an sich war prima.. nur die sache mit deadsoil war ein weiteres mal beweis dafür wie asozial das berliner publikum ist. da schämt man sich fast berliner zu sein. die jungs von deadsoil fahren 7 stunden zum konzert und spielen dann vor nichmal 30 leuten, weil der rest draußen steht um sich über die neusten scenenews zu unterhalten und buttons zu tauschen.. ey wenns euch nich um die musik geht dann macht euch halt nen treffpunkt im park aus, nennt den HC HQ und unterhaltet euch da über die szene.. intolleranter gehts kaum.
naja vielleicht wird es irgendwann wieder möglich sein metal bands und hardcore bands auf einer show spielen zu lassen.. im moment ist es jedenfalls nicht sehr sinnvoll.
naja vielleicht wird es irgendwann wieder möglich sein metal bands und hardcore bands auf einer show spielen zu lassen.. im moment ist es jedenfalls nicht sehr sinnvoll.
-
putrefyingDeadFlesh
- Bandmitglied

- Beiträge: 1678
- Registriert: 06.10.2004, 15:03
- Wohnort: Görlitz
- Kontaktdaten:
-
pitmaster030
- Roadie

- Beiträge: 351
- Registriert: 14.07.2004, 15:23
- Wohnort: Berlin
von final prayer an dieser stelle ein großes dankeschoen an alle leute, die das konzert zu einem (fuer uns) vollen erfolge haben werden lassen. das umfasst alle die eintritt bezahlt haben ebenso wie alle, die irgendwie ausgeholfen haben.
warum deadsoil keinen interessiert haben, kann ich mir auch nicht erklären... total solide band, guter sound... daran das sie metal spielen kann es ja wohl nicht gelegen haben, denn es standen auch typen in metal(core)-shirts draußen - denen hätte das ja gefallen können. egal, bringt wohl auch nix sich darüber den kopf zu zerbrechen.
zu der auf völlig abstrakter meta-ebene geführten diskussion um "verlorene ideale" etc. enthalte ich mich an dieser stelle lieber - ich habe meine ideale noch und das reicht mir erstmal für´s erste
warum deadsoil keinen interessiert haben, kann ich mir auch nicht erklären... total solide band, guter sound... daran das sie metal spielen kann es ja wohl nicht gelegen haben, denn es standen auch typen in metal(core)-shirts draußen - denen hätte das ja gefallen können. egal, bringt wohl auch nix sich darüber den kopf zu zerbrechen.
zu der auf völlig abstrakter meta-ebene geführten diskussion um "verlorene ideale" etc. enthalte ich mich an dieser stelle lieber - ich habe meine ideale noch und das reicht mir erstmal für´s erste
-
omerta
- PA Redakteur

- Beiträge: 5644
- Registriert: 11.02.2005, 10:03
- Wohnort: gotham city
- Kontaktdaten:
-
fipsie
- Tourmanager

- Beiträge: 3315
- Registriert: 26.02.2005, 16:24
- Kontaktdaten:
-
marcoctacle
- Roadie

- Beiträge: 490
- Registriert: 22.08.2005, 17:24
gut zu wissen.. man sind wir in berlin scheisse!putrefyingDeadFlesh hat geschrieben:jau...in berlin vielleicht nicht. woanders schon.fantomasss hat geschrieben: naja vielleicht wird es irgendwann wieder möglich sein metal bands und hardcore bands auf einer show spielen zu lassen.. im moment ist es jedenfalls nicht sehr sinnvoll.
-
überbollo
- Roadie

- Beiträge: 317
- Registriert: 09.09.2004, 10:49
nein, aber copy und paste aus dem DIAMAT heißt noch lange nicht, dass man marx verstanden hat, vor allem nicht, wenn man dann im gleichen atemzug die "angeblichen realisten" kritisiert - in diesem fall leider sinnlos zusammengeklau(b)t bzw. die argumentation ist nicht schlüssig. können wir aber bei bedarf gerne anderweitig diskutieren, bevor die partypeople hier ernsthaft beim abfeiern gestört werdenAntagonist der Dynastien hat geschrieben:Ideale sind an der Wirklichkeit angelehnte Bestrebungen und die Einsicht in die Notwenigkeit bestehende Verhältnisse zu ändern. Erst wenn es nicht zu einer gezielten Analyse der dynamischen Strukturprozesse und dem simplen Erweitern primär proklamierter Thesen, also den eigentlichen Idealen kommt, werden ursprüngliche Ideale irgendwann unsinnig. [historisch, dialektischer Materialismus]
Man kann mir wirklich alles erzählen, aber das angebliche Realisten den einzig gangbaren Weg einschlagen, ist vollständig irrational.
[fundamentale Ideen - Bildung - Analyse - Kritik]
Wahrscheinlich kommt jetzt der nächste und will mir mit seinem medial verbrämten Wortschatz erklären, dass ich ein Fundi bin.